Unsere Arbeit


Im Kontakt mit vielen jungen Asylsuchenden bekommen wir eine Unmenge an traurigen, tragischen und schockierenden Geschichten zu hören.

• Minderjährige Asylsuchende, die ohne medizinisches Altersgutachten von den Schweizer Behörden als Volljährige registriert werden. Eine Praxis des SEMs (Staatssekretariat für Migration), die illegal ist und gegen die von der Schweiz ratifizierte Kinderrechtskonvention verstösst. Wir unterstützen diese Jugendlichen, in dem wir medizinische Gutachten fordern, dafür einstehen, dass mitgebrachte Identitätspapiere anerkannt werden und einen Rechtsbeistand organisieren. In einem solchen Fall haben wir zudem vor der UNO Kinderrechtskommission gegen die Schweiz geklagt und eine Ausschaffung verhindert.

• Jugendliche, die aufgrund ihrer schweren Vergangenheit unter Traumata leiden und depressiv sind, und trotzdem nicht angemessen behandelt werden. So mussten wir bereits Suizidversuche und mehrere Krankenhausaufenthalte miterleben, bevor sich die Behörden bereit erklärten, eine Behandlung zu bewilligen. In solchen Situationen, stehen wir den jungen Geflüchteten bei, indem wir bei den Behörden nicht lockerlassen, selbst Termine bei Ärzt*innen organisieren, die pro bono arbeiten, und den Jugendlichen stets klar machen, dass sie nicht alleine sind.

• Junge Menschen mit schweren gesundheitlichen Problemen, die ungeachtet dieser ausgeschafft werden sollen. Menschen in diesen Lagen unterstützen wir mit Rechtsbeistand und viel Engagement. Auch wenn eine Klage vor einem Schweizer Gericht nichts bringt, geben wir nicht auf und greifen zu alternativen Lösungswegen. So haben wir zum Beispiel dank einer Petition im Kanton Basel-Stadt die Ausschaffung eines jungen Afghanen verhindert.

• Geflüchtete, die während Jahren weder Arbeiten dürfen, noch eine Schule oder einen Deutschkurs besuchen können, denn nicht selten weigern sich die Behörden, den Integrationsprozess von Asylsuchenden zu unterstützen. Besonders für Jugendliche, die auch in ihren Heimatländern nie die Chance hatten, eine Schule zu besuchen, ist dies später auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ein grosser Nachteil. Indem wir Jugendliche an bereits bestehende Angebote vermitteln, ihnen Deutsch- und Mathematiknachhilfe geben und einen ersten Kontakt zur Schweizer Zivilgesellschaft herstellen, fördern wir ihre Integration und ihr Wohlbefinden.